💸 „Provinz-Lösung“ – 1,7 Millionen Euro sollen für 20 Meter breite Sitzstufe und 30 Meter breite Aussichtsplattform beschlossen werden
Hajart (ÖVP) beantragtjetzt Donau-Lokalaugenschein mit Stadtsenat und Medien.
Aussendung ÖVP Linz
Am Donnerstag soll im Linzer Stadtsenat das Uferkanten-Projekt von rund 1,7 Millionen Euro beschlossen werden. Für Vizebürgermeister und Stadtparteiobmann Martin Hajart ein enttäuschendes Resultat: „Das nun von Bürgermeister und Planungsreferent Prammer vorgelegte Projekt ist wieder nur eine Provinzlösung. Von der großen Vision ist nicht mehr viel übriggeblieben.“
Die dem Stadtsenat vorgelegte Umgestaltung umfasst nur mehr eine rund 20 Meter breite Sitzstufe, eine 30 Meter breite Aussichtsplattform und eine Zone mit Sitzbänken mit rund 40 Metern Breite. Damit werden nur 10 Prozent der rund 1 Kilometer langen Uferkante zwischen Naturstrand Alturfahr und SV Urfahr-Platz umgestaltet. „Das ist uns definitiv zu wenig. Das kann doch nicht alles sein“, erwartet sich Vizebürgermeister Hajart von SPÖ-Prammer zusätzliche Attraktivierungen entlang der Donau. Noch dazu kommt, dass die neue Gestaltungsvariante teurer als geplant ist. Das sei reine Ankündigungspolitik. Man schüre bei der Bevölkerung Vorfreude und spiele mit den Erwartungen der Linzerinnen und Linzer.
Zwar werde man den Ausbauplänen als überfälligen ersten Schritt zustimmen, Hajart pocht aber auf ein Gesamtkonzept, transparente Pläne und echte Einbindung der Bevölkerung. Daher beantragt er nun einen Donau-Lokalaugenschein mit dem Stadtsenat und Medien. Denn die Umgestaltungspläne zeigen noch große Schwächen.
Pläne sind bis heute ein großes Geheimnis
Kritik übt Hajart auch an der fehlenden Information und Einbindung der Linzerinnen und Linzer. Obwohl die Neugestaltung einen der wichtigsten öffentlichen Räume der Stadt betrifft, wurden die konkreten Pläne bislang nicht präsentiert. Obwohl die ÖVP bereits im Gemeinderat und Planungsausschuss die Präsentation der Pläne vor Ort eingefordert hatte, damit sich die Bevölkerung ein Bild über dieses Millionenprojekt machen kann.
„Die Donau gehört zu den größten Stärken unserer Stadt. Umso unverständlicher ist es, dass die Bevölkerung nicht eingebunden wurde und die Pläne für die Ufergestaltung bis heute ein großes Geheimnis sind. Ein solches Projekt darf nicht hinter verschlossenen Türen geplant werden“, fordert Hajart.
Die nun zur Behandlung stehende Ausbaustufe muss daher öffentlich vorgestellt und in ein langfristiges Gesamtkonzept für das Donauufer eingebettet werden. „Einzelne Sitz- und Aufenthaltsbereiche sind zwar eine Verbesserung, schöpfen das große Potenzial an der Donau aber bei Weitem nicht aus“, pocht Hajart auf mehr Mut.
Badebucht zeigt, welcher Mehrwert möglich wäre
Unabhängig von der Umgestaltung der Uferkante bleibt für die VP Linz das Konzept der Linzer Badebucht im östlichen Bereich des Urfahraner Jahrmarktareals ein Beispiel dafür, welcher echte Mehrwert an der Donau geschaffen werden könnte. Statt nur einzelne Bereiche zu verändern, brauche es ein zusammenhängendes Konzept mit mehr Begrünung, Schatten, Aufenthaltsqualität und einem besseren Zugang zum Wasser.
„Die Badebucht wäre genau jener große Wurf, den Linz an der Donau braucht. Sie würde einen neuen Freizeit- und Erholungsraum mitten in der Stadt schaffen. Diese Idee darf nicht endgültig in einer Schublade verschwinden, sondern muss im Zuge eines Gesamtkonzepts weiterverfolgt werden“, erklärt Hajart.
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