🛢️ OMV erwirbt Rohöl aus der Pflichtnotstandsreserve zur Marktstabilisierung
Insgesamt werden damit in einer ersten Tranche 56.000 Tonnen Rohöl zur Verfügung gestellt – 2 % der Gesamtmenge der Pflichtnotstandsreserve
Österreich hat am 11. März 2026 gemeinsam mit anderen Ländern die Beteiligung an der internationalen Collective Action der Internationalen Energieagentur beschlossen. Der österreichische Anteil umfasst insgesamt 325.000 Tonnen Rohöl; in einem ersten Schritt erwirbt die OMV 56.000 Tonnen. Diese Mengen werden zu marktüblichen Preisen bereitgestellt, damit zusätzliche Mengen auf den Markt kommen und zur Stabilisierung der Energiemärkte beitragen. Dies passiert gemeinsam mit anderen Staaten.
Die Notstandsreserve wird unter anderem in Linz gelagert.
Die Versorgungslage in Österreich ist weiterhin gesichert. Österreich ist derzeit gut versorgt. Darüber hinaus steht für einen Versorgungsengpass eine Pflichtnotstandsreserve für Versorgungsengpässe zur Verfügung. Sie reicht für rund 90 Tage und sichert damit auch im Fall eines massiven Lieferausfalls die Versorgung für rund drei Monate ab.
Gleichzeitig zeigen die europäischen Szenarien, dass sich die anhaltenden Unterbrechungen internationaler Lieferketten zeitverzögert auch in Europa bemerkbar machen werden. Wenn die Krise andauert, rechnet die EU-Kommission ab Mai mit einem Rückgang des verfügbaren Angebots in Europa, konkret bei Diesel und Kerosin.
„Österreich ist vom Weltmarkt nicht abgekoppelt. Wenn sich die internationale Lage nicht entspannt, hat das auch Auswirkungen auf Österreich. Die Collective Action der IEA ist ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung des Marktes, genau deshalb beteiligt sich Österreich an der gemeinsamen internationalen Maßnahme: als Vorsorge für unser Land und zur Stabilisierung jenes Markts, von dem auch wir abhängen“, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium.
„Seit heute werden 56.000 Tonnen Rohöl aus den österreichischen Notstandsreserven in die Raffinerie Schwechat gepumpt. Dabei handelt es sich um eine Rohöltranche aus der Reservenfreigabe im Rahmen einer Collective Action der Internationalen Energieagentur (IEA). Aufgrund der Sperre der Meerenge von Hormus steht dem Weltmarkt derzeit weniger Rohöl zur Verfügung und mit dieser koordinierten Maßnahme soll dem entgegengewirkt werden und so zur Marktberuhigung beitragen. Die ELG Group ist auf derartige Auslagerungen bestens vorbereitet und auch für mögliche weitere Krisenszenarien gut gerüstet“, so der Geschäftsführer der ELG Michael Niklas.
Gesamtmenge der Pflichtnotstandsreserve beträgt 2,47 Millionen Tonnen aufgeteilt auf Rohöl, Benzin, Diesel und Kerosin (Die genaue Aufteilung wird aus Sicherheitsgründen nicht bekanntgegeben).
Per Verordnung wurden 325.000 Tonnen Rohöl freigegeben (= können bei Bedarf zum Erwerb angeboten werden).
Die OMV hat jetzt 56.000 Tonnen davon erworben. Das sind 2 % von der 90-tägigen Reserve.
Die Mengen müssen in einer Raffinerie in Österreich verarbeitet werden und dürfen ausschließlich im Inland zur Versorgung in Österreich abgegeben werden.
Folge uns in den sozialen Netzwerken



