🪑 Immer mehr Kritik an Sicherheitsgipfel: Auch Schobesberger nicht eingeladen!
LINZ. Dieser Gipfel dürfte eine eher kleiner Event werden.
Der Linzer Sicherheitsgipfel ist laut Aussendung der Stadt Linz für den 11. Mai 2026 geplant. Grund sind einige brutale Vorfälle der letzten Wochen.
Martin Hajart von der ÖVP, der unter anderem Marktreferent ist, wurde aber nicht eingeladen.
Und nun gibt es auch Kritik von den Grünen, Stadträtin Schobesberger bekam auch keine Einladung.
Hier die Aussendung der Grünen
Sicherheitsgipfel nach Gewalttaten: Weder die Frauenstadträtin noch die Frauen- und Gewaltschutzorganisationen dazu einzuladen, ist ein fatales Signal
Als Reaktion auf die jüngst erfolgten brutalen Gewalttaten in unserer Stadt haben Bürgermeister Prammer und Sicherheitsstadtrat Raml für 11. Mai einen Sicherheitsgipfel angekündigt. Dazu jedoch nicht eingeladen: Frauenstadträtin Eva Schobesberger und die Expertinnen der Linzer Frauen- und Gewaltschutzorganisationen. „Angesichts des enormen Problems, das wir mit von Männern verübter Gewalt gegen Frauen in unserer Gesellschaft haben, muss es eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Frauenstadträtin bei einem Termin zum Thema Sicherheit mit am Tisch sitzt. Alles andere kommt einer Verharmlosung der Situation gleich und ist inakzeptabel“, hält der Grüne Klubobmann Helge Langer fest.
Alleine in den ersten vier Monaten des heurigen Jahres haben wir in Österreich neun Femizide betrauern müssen. Insgesamt ist laut Statistiken jede dritte Frau in ihrem Leben von Gewalt betroffen. Die Täter sind überwiegend Männer. „Diese Zahlen sind erschreckend und machen den massiven Handlungsbedarf deutlich, den wir als gesamte Gesellschaft auf allen Ebenen haben. Insbesondere Männer müssen hier ihrer Verantwortung nachkommen, damit ein gewaltfreies Leben für alle endlich selbstverständlich wird“, ist Langer überzeugt.
Dass in Linz dennoch zwei Männer entschieden haben, das für die Frauenagenden zuständige Mitglied der Stadtregierung nicht zum Sicherheitsgipfel einzuladen und auch die Linzer Expertinnen der Gewaltschutzorganisationen außen vor zu lassen, ist daher ein fatales Signal. „Auch wenn die Opfer der jüngsten erschütternden Vorfälle in Linz Männer waren, sind von Gewaltvorfällen zu einem großen Teil Frauen betroffen. Oftmals sind Täter auch in dieser Hinsicht bereits auffällig geworden. Dass trotz dieser Tatsache die Frauenstadträtin und die Expertinnen nicht Teil des ‚Gipfels‘ sind, erweckt den Eindruck, dass weder der Bürgermeister noch der Sicherheitsstadtrat dem Problem der Männergewalt gegen Frauen die nötige Bedeutung zumessen“, so Langer.
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