🌧️ Regen bremste “systemrelevante” Demonstrierer etwas aus!


LINZ. Gestern waren die Straßenbahnen erneut wegen einer Demo gesperrt.

Wer sich heutzutage noch selbst – ohne Transferleistungen oder Rabatte – eine Jahreskarte für die Linz Linien kauft, wird immer öfter ausgebremst. Auch gestern stand der Betrieb der Linien 1, 2, 3 und 4 am frühen Abend wieder. Erneuter Grund war eine Demonstration.

Thema war die “Linzer Clubkultur”.

Dazu marschierten die Menschen hinter zwei Fahrzeugen mit Anhängern samt Musik vom Volksgarten über die Landstraße und die Nibelungenbrücke zur Stadtwerkstatt.

Laut Veranstalter soll “Clubkultur systemrelevant” sein und man fordert unter anderem “Leerstand soll gezielt für kulturelle Nutzungen aktiviert werden” oder “rechtliche Unsicherheit bei der Nutzung von Parks, Plätzen und Industrieflächen muss beendet werden”.

Auch “Informations- und Beratungsangebote müssen ausgebaut werden” und man möchte dass “Club- und Subkultur als gleichwertige Kulturform anerkannt wird” bei “Fördervergaben, öffentlichen Debatten und politischen Prozessen”.

Es dürfte sich also leider – wie so oft – um das liebe Fördergeld drehen.

Denn die Website fordert auch “Förderinstrumente müssen an die spezifischen Realitäten von Clubkultur angepasst werden” und weiter “die strukturelle Förderung (z. B. Vereinsbasisfinanzierung) muss Clubkultur einbeziehen”.

Nach unzähligen steuergeldfinanzierten Formaten, für Besucher kostenlose Festivals und ohnehin omnipräsenten hoch geförderten Kulturvereinen werden jetzt also für eine noch kleinere Nische zusätzliche Mittel und Räume gefordert.

Blickt man auf die Mitgliederliste auf der Demo-Website so sieht man übrigens zahlreiche Logos von ohnehin schon mit Steuergeld geförderten Vereinen oder Gruppen.

Blickt man auf das Linzer Nachtleben, so sieht man immer weniger Bereitschaft wirtschaftlich tragfähige Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Denn Nachtleben könnte auch ganz unpolitisch als Wirtschaftsfaktor die Stadt sowie auch die Stadtkasse bereichern.

Als Nebeneffekt gäbe es so mehr echte Arbeitsplätze, relevanten Umsatz und eine Aufwertung für die Gastronomie und den Tourismus.

Folge uns in den sozialen Netzwerken
instagram facebook twitteryoutubeyoutube