🇮🇹 KPÖ-Forderung: Linz soll Palermo werden!


LINZ. Zahlreiche Wähler könnten diese Idee eher nicht so gut finden.

📣 KPÖ fordert autofreie Sonntage nach Vorbild der sizilianischen Hauptstadt Palermo.
📄 Antrag im Gemeinderat kommt. Vorgesehen wäre die zeitweise Sperrung ausgewählter Straßen oder abgegrenzter Bereiche der Innenstadt für den motorisierten Individualverkehr an Sonntagen.

💬 “In Italien sperrt man an ein paar Sonntagen im Jahr Straßenzüge für den Autoverkehr. Wir meinen, das wäre auch für Linz angebracht.” lautet die Botschaft.
📊 Angesichts der kürzlich angedachten 4%-Hürde für den Einzug in den Gemeinderat eine eher kühne Forderung.

Das sagt die KPÖ im Wortlaut:

Was in mehr als 150 italienischen Städten bereits regelmäßig umgesetzt wird, könnte künftig auch in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Realität werden: autofreie Sonntage im Stadtzentrum. Einen entsprechenden Vorstoß bringt KPÖ-Gemeinderat Michael Roth-Schmida in die nächste Gemeinderatssitzung ein. Er fordert Vizebürgermeister Martin Hajart auf, ein Konzept für die Einführung autofreier Sonntage in Linz auszuarbeiten. Vorgesehen ist dabei die zeitweise Sperrung ausgewählter Straßen oder abgegrenzter Bereiche der Innenstadt für den motorisierten Individualverkehr an Sonntagen.

Als Vorbild nennt Roth-Schmida die sizilianische Hauptstadt Palermo. Dort zeigt sich eindrucksvoll, wie autofreie Tage die Lebensqualität in Städten steigern und zugleich positive Impulse für den Tourismus setzen können. Während der verkehrsfreien Zeiten stehen zentrale Straßen und Plätze nicht den Autos, sondern den Menschen zur Verfügung. Spazierende Familien, belebte Gastgärten sowie Kultur- und Sportveranstaltungen prägen dann das Stadtbild.

Autofreie Sonntage leisten nicht nur einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität und zur Verringerung von Lärm, sondern erhöhen die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und stärken die Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Stadt. Internationale Erfahrungen zeigen, dass zeitlich begrenzte Verkehrsbeschränkungen eine einfache Möglichkeit darstellen, nachhaltige Mobilitätsformen sichtbar zu machen und die Attraktivität von Innenstädten zu steigern.

Für Linz sieht Roth-Schmida darin eine Chance, die Lebensqualität weiter zu erhöhen, den Umweltverbund aus öffentlichem Verkehr, Rad- und Fußverkehr zu stärken und den öffentlichen Raum als Ort der Begegnung und des gesellschaftlichen Lebens aufzuwerten. Der Gemeinderat abschließend: „Wäre es schön? Ja, es wäre schön! In Italien sperrt man an ein paar Sonntagen im Jahr Straßenzüge für den Autoverkehr. Wir meinen, das wäre auch für Linz angebracht.”

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