🦠 Legionellenausbruch im Großraum Linz: Inzwischen 31 Personen erkrankt. 3 Personen verstorben
Gemeinsame Medieninformation von Land OÖ, BH Linz-Land, Magistrat Linz und AGES
Seit Beginn der Häufung von schweren Lungenentzündungen durch Legionellen im Raum Linz sind bisher insgesamt 31 Personen erkrankt, von denen drei Personen verstorben sind. Derzeit befinden sich vier Personen in stationärer Behandlung, eine davon wird intensivmedizinisch betreut.
Bislang wurden über 190 Wasserproben aus Haushalten, Arbeitsstätten, Beherbergungsbetrieben und Kühlanlagen gesammelt, gut zwei Drittel davon wurden bereits durch das Referenzlabor der AGES befundet. Durch die umfassenden Beprobungen wurde heute bekannt, dass Proben aus der Kühlanlage eines Gewerbebetriebes in Linz-Leonding (Bereich Doppl/Haidfeldstraße) positiv auf Legionellen getestet wurden. Die Gesundheitsbehörde der BH Linz-Land führt dazu aktuell Erhebungen durch und ist mit dem Unternehmen betreffend der nötigen Desinfektionsmaßnahmen in Kontakt.
Die Legionärskrankheit (Legionellose) ist eine schwere, fallweise tödlich verlaufende Lungenentzündung, die weltweit ganzjährig sporadisch auftritt; saisonale Höhepunkte sind in unseren Breitengraden der Sommer sowie Anfang Herbst. Bei einem guten Teil der Fälle ist eine Identifizierung der Infektionsquelle nicht möglich. Die Bakterien kommen als Bestandteil der natürlichen Flora im Boden und Trinkwasser vor und entfalten ihre infektiöse Wirkung nur, wenn sie in Form eines fein zerstäubten Wassernebels (Aerosol) in die Atemwege gelangen. Zu den besonders vulnerablen Gruppen zählen immunsupprimierte Personen wie Raucherinnen, Seniorinnen und Personen mit Vorerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, chronische Lungenerkrankungen).
Um grundsätzlich das Risiko einer Legionelleninfektion zu vermeiden, sollte man nach längeren Standzeiten (Urlaub) Wasser vor dem Gebrauch aus Leitungen ablaufen lassen, auf ausreichende Vorlauftemperaturen achten und die Installationen in Haus, Garten und Arbeitsstätte warten, wobei man sich von Installateurbetrieben beraten lassen kann. Durch das Trinken von belastetem Wasser geht keine Gefahr aus, da die Bakterien im Magen unschädlich gemacht werden.
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