🚒 Dieselgeruch an der Donau: Feuerwehr im Donaupark – Geriet Kraftstoffgemisch ins Wasser?
OVERTOURISM. Auf der Linzer Seite des Donauparks soll es am Freitag extrem nach Treibstoff gerochen haben.
Die Meldungen über einen typischen Treibstoffgeruch in der City dürften am Freitag auch die Feuerwehr auf den Plan gerufen haben.
Zwei Boote und einige Fahrzeuge waren zu sehen. Leser berichteten von Treibstoffgeruch, konnten aber keinen konkreten Verursacher oder mögliche Gründe erkennen.
Wie nun bekannt wurde, gelangten in Passau rund 5.000 Liter Kraftstoffgemisch aus einem Kreuzfahrtschiff in die Donau.
Rund 70 Einsatzkräfte waren bei den deutschen Nachbarn im Einsatz. Allerdings erst einen Tag später, also am Samstag.
„Wie die Polizei am Samstagnachmittag mitteilte, verliere das unter Schweizer Flagge fahrende Fahrgastkabinenschiff keinen Kraftstoff mehr. Es sei auch nicht beschädigt. Das Gemisch sei beim Umpumpen aus einem Tank in die Donau gelangt“, berichtet PNP.
Naheliegende Vermutung: Das Schiff könnte davor bereits in Linz mutmaßlich kontaminiertes Ballastwasser aus einem Tank abgelassen haben. Ein an sich routinemäßiger Vorgang, um das Schiff zu trimmen, also in Waage zu halten.
Immer wieder kommt es im Zusammenhang mit den Flusskreuzfahrern zu Vorfällen auf der Donau. Bemerkenswert ist: Vor allem in Passau werden diese Vorfälle dann entdeckt und publik.
So geht auch auf dem Weg nach Passau den Kreuzfahrern anscheinend sehr oft die Kläranlage kaputt …
Das sagt das Polizeipräsidium Niederbayern:
Schiffsdiesel in die Donau gepumpt
Passau. Am Vormittag des 5. September 2026 kam es an der Passauer Altstadtlände zu einem Gewässerschutz-Einsatz. Aus einem unter Schweizer Flagge fahrenden Fahrgastkabinenschiff wurden schätzungsweise zwischen 1.000 und 5.000 Liter eines Wasser-Kraftstoff-Gemischs direkt in die Donau gepumpt.
Der Kapitän beabsichtigte, Ballastwasser aus einem Tank abzulassen. Ein routinemäßiger Vorgang in der Schifffahrt um Schiffe zu trimmen. Statt reinem Flusswasser trat dabei jedoch ein treibstoffversetztes Gemisch aus. Wie der Schiffsdiesel in den Ballasttank gelangen konnte, ist derzeit Gegenstand weiterer Ermittlungen.
Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren aus der Stadt sowie dem Landkreis Passau reagierten umgehend und verlegten Ölsperren um die an der Kaimauer liegenden Schiffe. Aufgrund des aktuellen Niedrigwassers der Donau ist die Fließgeschwindigkeit des Flusses sehr gering. Drohnenaufnahmen der Feuerwehr zeigten einen Ölfilm, der sich bis zur Ortsspitze erstreckte. Der typische Geruch von Treibstoff war auch flussabwärts im Stadtgebiet deutlich wahrnehmbar.
Es wird darauf hingewiesen, dass es auch in den kommenden Tagen im Bereich der Altstadt weiterhin zu leichten Geruchsbelästigungen kommen kann.
Link:
PNP.de
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