🤔 Ist das neu: Schwarze dichten wie die Blauen?


LINZ. Drama um Pleschingersee zeigt Sprachtalent der Linzer ÖVP.

DAS IST KEINE AUSSENDUNG DER FPÖ.

Kurz könnte man ob des Sprücherls die Aussendung der Linzer FPÖ zuordnen, das Dokument kommt aber direkt aus dem Heinrich-Gleißner-Haus an der Oberen Donaulände 7–9 – dem Sitz der ÖVP im Land ob der Enns. Dort befindet sich auch das Büro der Linzer Volkspartei.

Grund für die sprachlich ausgefeilte Zuschrift ist das Drama um einen der wichtigsten Linzer Badeseen.

Unter dem Titel „Luftmatratze statt Seuchenteppich!“ fordert die Linzer Volkspartei von Bürgermeister Prammer (SPÖ) umgehend Maßnahmen am Pleschingersee.

Hier die Aussendung im Wortlaut:

- Prammer muss als Aufsichtsratsvorsitzender der Linz AG für badetaugliche Klarheit sorgen
- VP-Klubobfrau Michaela Sommer: „Die Menschen haben ein Recht auf einen sauberen Badesee – Ausreden helfen niemandem.”

Mit scharfer Kritik reagiert die VP Linz auf die alarmierenden Berichte über die Wasserqualität des Pleschingersees. Nachdem die Europäische Umweltagentur (EEA) den See als einziges österreichisches Badegewässer mit der Note „mangelhaft“ bewertet hat und vom Baden abgeraten wird, fordert VP-Linz-Klubobfrau Michaela Sommer den Linzer Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzenden der LINZ AG, Dietmar Prammer, zum sofortigen Handeln auf.

„Der Pleschingersee ist eines der wichtigsten Naherholungsgebiete für tausende Linzer. Es ist völlig inakzeptabel, dass den Menschen wegen einer katastrophalen Wasserqualität die Bademöglichkeit genommen wird. Bürgermeister Prammer muss als Aufsichtsratsvorsitzender der LINZ AG umgehend alle notwendigen Schritte setzen, damit der See wieder ohne Gesundheitsgefährdung genutzt werden kann“, fordert Sommer.

Nix im Lot dank Entenkot

Die von der LINZ AG ins Treffen geführte Erklärung, wonach die schlechte Bewertung auf eine ungünstige Platzierung der Messstelle zurückzuführen sei, überzeugt die VP-Klubobfrau nicht. Vielmehr mehren sich laut Sommer Hinweise aus fachkundigen Kreisen auf ein deutlich gravierenderes Problem.

„Es ist zu hören, dass nicht die Position der Messstelle ausschlaggebend sein soll, sondern dass aus Kostengründen der im Uferbereich anfallende Entenkot offenbar direkt im See entsorgt wird. Zudem dürfte auch schon an anderer Stelle eine Messung vorgenommen worden sein, die ebenfalls Probleme bei der Wasserqualität aufzeigte. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, wäre das ein unhaltbarer Zustand und würde viele Fragen über das Management des Sees aufwerfen. Diese Vorwürfe müssen lückenlos aufgeklärt werden“, so Sommer.

Für die VP Linz steht jedenfalls fest: Statt Ursachen kleinzureden oder Verantwortung abzuschieben, brauche es endlich entschlossenes Handeln.

Sommer: „Die Linzer erwarten sich Lösungen und keine Ausreden. Der Pleschingersee muss wieder zu dem werden, was er sein soll: ein attraktiver und sicherer Badesee für Familien, Sportler und Erholungssuchende – und kein verkeimter Tümpel. Es gilt jetzt unverzüglich vollständige Transparenz über die tatsächlichen Ursachen der schlechten Wasserqualität herzustellen“, betont Sommer abschließend.

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