ENDE! Biomarkthalle wieder komplett leer.

LINZ. Nach dem „Glashaus“ Konkurs ist der extra umgebaute Teil der Halle am Grünmarkt wieder komplett leer.
Zurück an den Start geht es am Grünmarkt in Urfahr. Oder sollte man vielleicht sagen: Es gibt viel Platz für ein neues Konzept?
Nach jahrelangem Leerstand, viel politischem Hick-Hack und einer langen Umbauphase öffnete im Wahljahr 2021 – exakt am 21.05. – mit Prominenz und Presse die höchstgepriesene Biomarkthalle „Glashaus“.
Schon beim “Soft-Opening” waren trotz diverser Werbeaktivitäten eher selten Kunden vor Ort zu sehen. Dieser Umstand sollte sich dann im Echtbetrieb bis zum heurigen Konkurs auch nicht wirklich ändern.
Am 21.09.2021 wurde zwar per Aussendung – kurz vor der Gemeinderatswahl – die “Erfreuliche Entwicklung am Grünmarkt in Urfahr” beworben. Marktbesuche endeten aber auch damals schon eher mit herben Enttäuschungen.
In der Halle selbst gab es teure Dauerwaren in Gläsern und Säckchen, wenig Frischware und vor allem wirklich wenig Gemüse. Vor der Markthalle versandete jegliche Initiative. Der angekündigte Standlmarkt von Biobauern am Freitag Nachmittag fand beispielsweise nur selten statt und dann bald nie mehr.
Der einzig konstant gut besuchte Markttag war, ist und bleibt der Samstag. Hier kommen am Vormittag regionale Marktfahrer und bieten zum Großteil eigene frische Waren an. Vorwiegend Gemüse und Obst, aber auch Brot und Fleisch.
In der Halle selbst zeigt sich nun nach der kompletten Räumung des Glashauses ein düsteres Bild. Die aus drei Kojen zusammengelegte Fläche ist geräumt, sämtliche Einbauten wurden wieder entfernt. Kühlaggregate abgebaut und Kühlzellen ausgebaut. Einzig einige Dekowände stehen noch. Vermutlich war man sich nicht sicher, ob es sich um tragende Wände handelt.
Mangels Einbauten dürfte die Suche nach einem Pächter nun aber sehr schwer werden. Auch die angeblich angedachte Lösung einen weiteren Gastrobetrieb anzusiedeln wird im Ist-Zustand schwer. Immerhin braucht auch ein Wirt Kühlungen und diverse Infrastruktur.
Während der Leerstand nun am Ende vermutlich wieder dem Steuerzahler Geld kostet, freuen sich zumindest die Autofahrer. Das Gelände wird noch immer als eine Art Carport und Gratisparkplatz genutzt.
Was bleibt, ist Enttäuschung in den umliegenden Vierteln, viele leere Wahlkampfversprechen und ein Rückblick auf selbstlobende Worte einiger handelnder Personen.
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