🗯️ Klangwolke 2026: „Sommerkino wie in jedem beliebigen Dorf“
LINZ. Die Feedbackrunde zur heurigen Klangwolke ist teils eher vernichtend.
Wer hier nicht in Jubel ausbricht, der ist ein Banause, versteht Kunst nicht, kann mit Kultur nichts anfangen, dem fehlt es an Intellekt und obendrein wählt er sicher die falsche Partei.
Bereits wenige Minuten nach dem Ende der heurigen Klangwolke, wirkte wie Public-Viewing (ohne Fußball) auf LED-Leinwand mit etwas Musik und ein bisschen blinkender Lichtkegel, gingen bereits erste Erfolgsmeldungen online.
Zumindest einigen Journalisten schien das dargebotene also gefallen zu haben.
Da wird von 90.000 Besuchern berichtet, oder überhaupt von „an die 100.000 Besucher“, man möchte sich ja überbieten in der Genialität der Sache.
Und ja, der Chor war nett, das Orchester spielte ganz gut, und auch einige kleine Boote drehten Runden auf der Donau.
Doch das was man als Klangwolke kennt, von früher als noch wirklich alles besser war, spielte in einer komplett anderen Liga.
Große Inszenierungen, da fuhren schon mal Züge auf extra verlegten Schienen auf, da kamen Luftfahrzeuge zum Einsatz, und da wurden vor allem als zentrale Elemente keine Videos gezeigt, über deren Qualität man bessern den Mangel des Schweigens legt.
„Sommerkino wie in jedem beliebigen Dorf“ schrieb da jemand auf Facebook, und das trifft den Nagel mittig auf den Kopf.
Die Leinwand wäre für ein echtes Public-Viewing geeignet, immerhin spielte Österreich bei der Fußball-Weltmeisterschaft.
Als zentralstes Element für eine visualisierte Klangwolke hält sie keinem Vergleich zu bereits gezeigten Inszenierungen stand.
Bleibt nur der Blick zurück, passend wird ja auch auf der Website vom Brucknerhaus die Show mit drei Feuerwerksfotos illustriert, die gibt es ja auch nicht mehr, passt nicht in den Zeitgeist …
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